Deutsche Sommerbiathlon Meisterschaften im Harz

Gold, Bronze und große Emotionen für den SC Wilzenberg

Ein ereignisreiches Wochenende mit spannenden Wettkämpfen, schwierigen
Wetterbedingungen, großen Erfolgen, aber auch einem bitteren Rückschlag liegt hinter den
Sportlern des SC Wilzenberg. Für Nina Chomse und Markus Lichte wurde es ein
Meisterschaftswochenende, das so schnell wohl niemand vergessen wird.

Bereits am Freitag fiel der Startschuss mit den Staffelwettkämpfen – und besser hätte der
Auftakt kaum laufen können.

Freitag – Gold für die Westfalen-Staffel

Für die Westfalen-Staffel gingen Markus Lichte als Startläufer, Markus Hüsken an Position
zwei und Andreas Hellnick als Schlussläufer ins Rennen.

Markus Lichte eröffnete den Wettkampf mit einem beherzten Rennen und legte damit den
Grundstein für einen erfolgreichen Staffelauftritt.

An zweiter Position übernahm Markus Hüsken – und für ihn wurde es zwischenzeitlich
richtig spannend. Zwei Strafrunden mussten absolviert werden. Doch Aufgeben war keine
Option: Mit großem Willen und einer starken Laufleistung kämpfte sich Markus zurück und
schaffte es tatsächlich, die Staffel an Position eins an Schlussläufer Andreas Hellnick zu
übergeben.

Nun lag es an Andreas, das Ganze nach Hause zu bringen. Als Schlussläufer behielt er die
Nerven und brachte die starke Mannschaftsleistung erfolgreich ins Ziel.

Markus Lichte, Markus Hüsken und Andreas Hellnick gewinnen Gold für
Westfalen!

Ein großartiger Mannschaftserfolg, der einmal mehr zeigt: Eine Staffel ist erst an der
Ziellinie entschieden. Trotz der zwischenzeitlichen zwei Strafrunden ließen sich die drei
nicht aus der Ruhe bringen, kämpften weiter und belohnten sich am Ende mit dem
Deutschen Meistertitel in der Staffel.

Für Markus Lichte vom SC Wilzenberg war damit bereits am ersten Wettkampftag die erste
Goldmedaille perfekt.

Auch bei den Damen sollte eine Westfalen-Staffel an den Start gehen. Nina Chomse, Maike
Hellnick und Sonja Deiß waren hochmotiviert und wollten ebenfalls um den Titel kämpfen.
Leider musste Sonja am Morgen des Wettkampfs krankheitsbedingt absagen, sodass die
Staffel nicht antreten konnte. Natürlich sehr schade – aber die Gesundheit geht vor! Auf
diesem Wege noch einmal gute Besserung!

Samstag – knapp am Podest vorbei und großes Pech

Am Samstag waren die Voraussetzungen zunächst vielversprechend. Trotz Wind verlief das
Anschießen reibungslos und die Sportler gingen hochmotiviert in ihre Wettkämpfe.

Als Erste musste Nina Chomse auf die Strecke. Sie fand zu Beginn nicht ganz in ihren
gewohnten Rhythmus und musste die ersten beiden Konkurrentinnen zunächst ziehen
lassen. Damit geriet sie bereits beim ersten Schießen etwas unter Zugzwang.

Nina kämpfte sich durch das Rennen, musste insgesamt jedoch sieben Schießfehler
hinnehmen. Mit rund einer Minute Rückstand auf die Siegerin erreichte sie am Ende den 4.
Platz. Der vierte Rang ist immer etwas undankbar, dennoch zeigte Nina einmal mehr, dass
sie zur Spitze gehört.

Für Markus Lichte entwickelte sich der Wettkampf zunächst nahezu perfekt. Er ging das
Rennen stark an und lag bis zum letzten Schießen sogar auf Goldkurs. Dann folgte
allerdings ein Moment, der den gesamten Wettkampf auf den Kopf stellte.

Markus griff zunächst zum leeren Magazin und bemerkte dies zu spät. In der Hektik nahm
er anschließend ein volles Ersatzmagazin. Nach den Wettkampfregeln hätten die
benötigten Schüsse jedoch einzeln nachgeladen werden müssen. Die bittere Folge:
Disqualifikation.

Besonders ärgerlich, denn bis zu diesem Zeitpunkt hatte Markus ein hervorragendes
Rennen gezeigt und eine Medaille war zum Greifen nah.

Doch lange hadern half nicht. Der Blick ging nach vorn, denn am Sonntag wartete mit dem
Sprint bereits die nächste Chance.

Sonntag – Regen, Gold und Bronze!

Der letzte Wettkampftag begann alles andere als gemütlich. Pünktlich zum Anschießen
setzte kräftiger Regen ein – und gefühlt kam er aus allen Richtungen. Davon ließen sich die
Sportler allerdings nicht beeindrucken.

Trainer Jan zeigte sich mit dem Anschießen sehr zufrieden. Trotz der schwierigen äußeren
Bedingungen waren damit die Voraussetzungen für einen guten Wettkampf geschaffen.

Nina Chomse machte von Beginn an deutlich, was sie sich für diesen Tag vorgenommen
hatte.

Sie startete stark in den Sprint und blieb beim ersten Schießen fehlerfrei. Bereits auf der
ersten Runde zeigte Nina der Konkurrenz, dass es an diesem Tag schwer werden würde, sie
zu schlagen.

Auch zwei Fehler im Stehendschießen konnten sie nicht mehr stoppen. Auf der Strecke
kämpfte sie bis zum Schluss – und machte schließlich das perfekte Ergebnis für den SC
Wilzenberg klar:

Nina Chomse gewinnt den Sprint und ist Deutsche Meisterin!

Nach dem undankbaren vierten Platz vom Vortag war das die perfekte Antwort. Eine starke
Leistung, für die man bei diesem Wetter im wahrsten Sinne des Wortes nur den nassen Hut
ziehen kann.

Und auch Markus Lichte hatte nach dem bitteren Samstag noch eine Rechnung offen. Er
wollte unbedingt eine Einzelmedaille – und genau die holte er sich!

Mit einem Fehler im Liegendschießen und einem Fehler im Stehendschießen zeigte Markus
einen starken und konzentrierten Wettkampf. Am Ende durfte er über die Bronzemedaille jubeln.

Nach der Disqualifikation am Vortag war das eine umso schönere Antwort. Markus ließ sich
von dem Rückschlag nicht unterkriegen, griff erneut an und belohnte sich mit einem Platz
auf dem Treppchen.

Auch die Sportfreunde aus Westfalen erfolgreich

Neben unseren beiden Wilzenbergern waren an diesem Wochenende auch Maike Hellnick,
Andreas Hellnick und Markus Hüsken aus Westfalen am Start.

Maike zeigte sich mit ihrem Wettkampf und ihrer Platzierung zufrieden. Andreas Hellnick
bestätigte am Sonntag seine gute Leistung vom Vortag und erreichte mit jeweils einem
Fehler im Liegend- und Stehendschießen einen starken 5. Platz.

Für Markus Hüsken lief der abschließende Sprint zwar nicht ganz nach Wunsch, Grund zur
Freude hatte er dennoch reichlich: Neben dem gemeinsamen Staffel-Gold vom Freitag
hatte er auch seine Silbermedaille vom Samstag im Gepäck.

Ein Wochenende mit allem, was Sport ausmacht

Drei Wettkampftage, die noch einmal eindrucksvoll gezeigt haben, wie nah im Sport Erfolg
und Enttäuschung beieinanderliegen können.

Für unsere Sportler vom SC Wilzenberg gab es jede Menge Grund zur Freude:

Gerade der Verlauf macht diese Erfolge besonders. Markus startete am Freitag als
Startläufer mit Staffel-Gold, musste am Samstag die bittere Disqualifikation verkraften und
kämpfte sich am Sonntag mit Bronze zurück aufs Podest.

Nina wiederum musste sich am Samstag noch mit dem undankbaren vierten Platz
zufriedengeben. Nur einen Tag später zeigte sie im Sprint ihre ganze Klasse und krönte sich
zur Deutschen Meisterin.

Zweimal Gold und einmal Bronze – ein großartiges
Meisterschaftswochenende für unsere Wilzenberger Sportler!

Herzlichen Glückwunsch an Nina und Markus sowie an unsere Sportfreunde aus Westfalen
zu ihren Leistungen und Erfolgen!

Ein großes Dankeschön geht natürlich auch an Trainer Jan und alle, die unsere Sportler
begleitet, unterstützt und mit ihnen mitgefiebert haben.

Wind, Regen, Spannung, Enttäuschung, Kampfgeist und am Ende jede
Menge Grund zum Jubeln – dieses Meisterschaftswochenende wird
sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben!